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Wir Witwen sind ein zähes Volk: Trauern ist ein Marathon für die Seele

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Inhalt

Wenn ein geliebter Mensch verstirbt, ändert sich alles. Die Welt ist irgendwie weggerückt, nichts ist mehr wie davor. Maya Stomp wurde mit 41 Jahren überraschend Witwe. Seitdem weiß sie was Trauern heißt. Sie fand heraus was hilft und was nicht hilft den Verlust eines geliebten Menschen ins eigene Leben zu integrieren. Sie erzählt in diesem Buch ihre eigene Geschichte und gibt ihre Erfahrungen von sich und anderer Witwen weiter. Sie will erreichen, dass Trauernde Mitgefühl mich sich selbst entwickeln. Sie will verdeutlichen, dass es Raum für die Trauer geben muss und trauern harte Arbeit ist. Für Maya ist jeder, der einen schweren Verlust erlitten hat und die unsichtbare Trauerarbeit leistet, ein Held. Ein Held ohne Auszeichnung, ohne Belohnung oder Applaus. Die Trauerarbeit ist unsichtbar, aber sie ist sicht- und erlernbar.

Meine Meinung

Der Schreibstil der Autorin ist ernst und doch leicht, zum Teil sogar humorvoll. Immer wieder wird der Text mit tiefgründigen Zitaten aufgewertet. Sie beschreibt ihre Trauergeschichte und gibt viele Anregungen, wie man sich zurecht finden kann in der Trauer. Sie hat wertvolle Tipps für den Leser. Als Trauercoach hilft sie seit 2015 den Menschen, die einen Verlust erlitten haben und das gibt sie nun in diesem Buch einer breiteren Masse weiter.

Da ich selbst schon zweifach einen schweren Verlust erlitten habe, ist mir die Trauer nicht fremd. Ich fühlte mich oft angesprochen und bei Vielem erkannte ich auch die Mechanismen, die mir halfen, wieder. Trauerarbeit ist schwer, sie kann sehr lange gehen. Oft ist sie unterschwellig noch Jahre vorhanden, auch wenn von außen es keiner mehr sieht oder auch nur ahnt.

Das Gefühl, wenn einem der Boden unter den Füßen weggerissen wird, ist unbeschreiblich. Ich kann verstehen, dass viele Menschen daran drohen zu zerbrechen. Der Schmerz des Verlustes eines geliebten Menschen ist nicht zu beschreiben. Umso wichtiger ist es, dass es Hilfe für diejenigen gibt, die damit zurecht kommen müssen. Daher empfinde ich dies Buch als ein wichtiges. Es gibt Hoffnung, dass man den Schmerz überwinden kann, weil sie die Trauer als etwas annehmbares und normales darstellt. Einfach weil sie die Trauer erlaubt und wahrnimmt.

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