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Erziehen, ohne die Nerven zu verlieren – Duden

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Inhalt

Der Titel des Buches beschreibt den Inhalt schon sehr treffend. Es geht darum aufzuzeigen, wie man als Eltern Konflikte verständnisvoll löst, Ängste und Aggressionen auffängt, Grenzen setzt und die Bindung zum Kind stärkt.

Die Autorin Tania Garcia – eine führende spanische Expertin für bindungsorientierte Erziehung – beschreibt anhand von Alltagsbeispielen typische Konfliktsituationen in der Familie und zeigt sofort anwendbare Methoden, diese zu lösen. So lassen Eltern Wut, Stress und Gereiztheit hinter sich.

Meine Meinung

Wenn man Autorin dieses Buches ist, darf man stolz auf sich sein. Wenn man Verleger dieses Buches ist, darf man stolz auf sich sein. Wenn man als Eltern die Tipps aus diesem Buch umsetzt und sein Kind so erzieht, darf man stolz auf sich sein. Das Buch spiegelt so ziemlich alles wieder, was ich für wichtig in der Beziehung zwischen Eltern und Kind finde. Weg von dem „Druck von oben“ hin zu „in Beziehung miteinander sein“.

Das Buch ist in einzelne Bereiche aufgeteilt. Immer vor einem neuen Bereich wird von Alexandra und ihrer Familie ein „Ausschnitt“ gezeigt. Beim Lesen dachte ich dabei die ganze Zeit: „Boah voll überspitzte Darstellung. Was für scheiß Eltern die Alexandra da hat. Wie kann man nur solche Dinge zu seinem Kind sagen? Wie kann man nur so umgehen mit seinen Kindern?“ Dann folgt das Kapitel, das sich mit der Thematik befasst und dann kommt „Das war falsch und so wäre es richtig bei Alexandras Familie gewesen“. Danach geht es mit dem nächsten Thema weiter.

Das Buch ist sehr sinnig strukturiert und gibt unfassbar gute Einblicke in die Emotionsforschung und in das Thema bindungsorientierte Erziehung. Es erklärt anschaulich anhand von Beispielen, wo Probleme liegen und wie sie zu lösen sind.

Fand ich die Alexandra Geschichten ganz schrecklich und übertrieben, musste ich bei den letzten beiden Alexandra Geschichten schlucken. Sie zeigen deutlich, dass wir alle nur Spiegel unserer eigenen Erziehung sind. Und vielleicht kommt es in der Realität nur selten so geballt lieblos vor, wie dort dargestellt, aber Teile davon habe ich schon 100fach in anderen Familien gesehen. Von „Ach hör doch auf zu weinen“ bis zu „Das härtet ab, komm klar damit.“ All das gibt es heute noch ohne Ende.

Aber Eltern können sich ändern, wenn sie erkennen, was in ihrer eigenen Erziehung daneben war. Wenn sie sich erinnern, wie sie sich als Kind fühlten. Sehr viel setze ich bei meinen eigenen Kindern schon aus der bindungsorientierten Erziehung um, doch trotz großem Vorwissen, nahm ich viel aus diesem Buch mit. Es verdeutlicht einfach nochmal sehr das alles niedergeschrieben zu lesen. Der Blick auf das Kind gerichtet und vor allem hinter das Verhalten des Kindes blickend, das ist es was Beziehung ausmacht.

Ein Buch, das auf keinem Nachttisch von Eltern fehlen sollte. Riesen Lob von mir an die Autorin. Das Buch kann das Leben vieler Familien verbessern. Ach was sage ich, nicht „kann das Leben verbessern“, nein „es verbessert das Leben von Familien auf jeden Fall“! Keine Einschränkung. Das Buch ist einfach nur klasse und auf den Punkt bringend.

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