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Stop Momshaming – Katharina Pommer

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Inhalt

Von allen Seiten kriegen Mütter einen vor den Dez., wie man so schön sagt. Oh Du stillst nicht? Wie, du trägst Dein Kind nicht? Ach Du trägst Dein Kind immer, meinst nicht Du verwöhnst es? Dein Kind darf Süßes? Wie Dein Kind kriegt keinen Zucker? Dein Kind schläft im eigenen Bett? Wie Dein Kind schläft bei Dir im Bett?

Soll ich weiter machen??????

So ergeht es Müttern – vor allem von kleinsten Babys und Kleinkindern – dauernd. Am laufendem Band. Das alles beschämt, würdigt herab und greift an. Mütter bekommen deswegen einen großen innerlichen Druck, der sich auf die Gesundheit und die Psyche auswirken kann. Vor allem das Selbstbewusstsein leidet.

Dies Buch appelliert an die Solidarität und an das mütterliche Miteinander für mehr Gelassenheit und Selbstbewusstsein.

Meine Meinung

Die Autorin hat definitiv Recht, dass Mom Shaming absolute Kacke ist. Das wird sie nicht müde in dem Buch ständig zu wiederholen. Aber das ist gut so, denn es muss den Menschen anscheinend in den Kopf gemeißelt werden, weil es einfach zu gängig und normal ist. Ja auch ich erlebte Mom Shaming, aber an mir prallte es ab und schädigte mich null. Es verunsicherte mich nicht, es amüsierte mich eher, denn ich konnte meistens nur darüber lachen. Mein Selbstbewusstsein ist seht stark, ich komme damit klar und benötige auch kein Buch, das mir sagt, wie ich damit umzugehen habe. ABER andere Mütter sind nicht genauso gebaut wie ich. Mir sind unheimlich viele Mütter begegnet, die wurden so verunsichert, dass sie nur noch Angst hatten, etwas mit ihrem Baby falsch zu machen. Mütter, die weinten, weil sie sich für schlechte Mütter hielten aus Lappalien heraus. Für diese Mütter sei dies Buch definitiv mal angeraten zu lesen!

Von meinem Standpunkt aus hat mir das Buch zu oft den Zeigefinger gehoben, aber das muss ein solches Buch halt. Erreicht mich damit aber wenig. Was mir nicht gefiel: Die strikte Trennung von wann ist es angebracht anderen Müttern was zu sagen und wann nicht, kam nicht durch. Ich las nur einmal davon, dass es in gesamten Buch nur um unberechtigte Kritik geht. Berechtigte Kritik an mütterlichem Tun MUSS nämlich – meiner Meinung nach – durchaus gesagt werden. Und das hat dann nichts mit Mom Shaming zu tun sondern mit Kindeswohl. Wenn jemand sein Kind meint schlagen zu müssen, dann kriegt er aber von mir das Wort zum Sonntag und die Anzeige beim Jugendamt gleich hinterher. Auch wenn jemand sagt, er lässt sein Kind schreien und es müsste lernen allein zu schlafen, würde von mir mit Links zu Fachliteratur zugeworfen werden, die nachweisen, wie schlecht dies Vorgehen ist. Und das hat nichts mit Mom Shaming zu tun.

Das Buch setzt sich ausführlich mit dem Thema auseinander, für mich jedoch hebt die Autorin mir zu häufig ihre Erfahrung und Ihr Können hervor. Bereits nach einem drittel des Buches konnte ich es nimmer lesen, dass sie 5 Kinder hat und erfolgreich beruflich tätig ist und wie viel Erfahrung sie hat. Aber Coaches müssen trommeln, das ist ein vorgegebenes Gottesgesetz oder so. War das nun Mom Shaming?
Ich glaub ich muss das Buch doch nochmal genauer lesen. 😉

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