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Mordsgeschäfte – Ein Sauerlandkrimi – Martin Sudermann

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Inhalt:

In den rauchenden Ruinen des ausgebrannten Verwaltungsgebäudes einer Fabrik im sauerländischen Örtchen Grüneck entdeckt die Feuerwehr eine Leiche. Ein Unfall, ein Einbrecher? Aber wieso dann der Schädelbruch? Spätestens, als sich der Tote als ein aktenkundiger Linksradikaler entpuppt, der sogar weitläufig mit dem Besitzer der Metallfabrik verwandt war, ist es mit der Ruhe in Grüneck vorbei.
Unabhängig voneinander beginnen Kommissarin Ulrike Schrader von der Hagener Kripo und der aus der Grünecker Idylle nach Köln geflüchtete Journalist Thomas Krüdewagen, in ihrer Sauerländer Heimat in der Vergangenheit zu wühlen.

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Meine Meinung:

Am 1. Juli 2012 erschien der Erstlingskrimi von Martin Sudermann. Das Buch umfasst 234 Seiten und ist ein Sutton Krimi. Gespannt nahm ich es zur Hand. Das Buch beginnt mit einem Mord. Ich war gespannt darauf wie sich das Buch entwickeln würde. Der Inhalt ist schnell zusammen gefasst. Ein Mann stirbt woraufhin der Journalist Thomas Krüdewagen beginnt in der braunen Vergangenheit seiner Familie und seines Heimatdorfes zu ermitteln. In der Farbik seines verstorbenen Großvaters wurden in der Nazizeit Zwangsarbeiter beschäftigt genau wie im ganzen Dorf. Einige starben unter nicht geklärten Umständen welchen Thomas Krüdewagen herausfinden will. Dachte man am Anfang es ging noch um das Mordopfer, wird man schnell belehrt dass das Buch fast ausschließlich von den Recherchen des Journalisten handelt. Eine Kommissarin kommt auch im Buch vor, mit welcher sich in leichter Anspielung – falls es eine Fortsetzung gibt – eine spätere Beziehung mit dem Journalisten entwickeln könnte. Am Ende wird der Mörder benannt und gefasst. Ende.

Für Leser, welche sich für die Nazizeit und Zwangsarbeiter interessieren, könnte dieses Buch einige interessante Fakten liefern. Menschen aus der Gegend werden sicherlich geografisch einige Fleckchen wiedererkennen.

Der Schreibstil sagte mir jedoch überhaupt nicht zu. Das Buch besteht hauptsächlich aus Dialogen. Teils kommen mir diese unnötig aufgeblasen vor. Es gibt Passagen bei welchen ich mich frage: Wieso sind die überhaupt im Buch? Sie haben für den Verlauf keinen Sinn und wirken auf mich als Füller für eine größere Seitenzahl. Auf der anderen Seite wird man mit Namen und Fakten beworfen so dass man manchmal gar nicht mehr weiß was wie wo wer. Richtig genervt war ich jedoch von den überflüssigen Ausdehnungen in den Dialogen.

Was die Spannung angeht: Sie kam bei mir nicht auf. Nicht eine Sekunde empfand ich das Buch als spannend. Ich zwang mich das Buch zu ende zu lesen.

Ich würde dieses Buch nicht weiterempfehlen.

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