0

Auch das geht vorbei! – Andreas Austilat

Anzeige

Inhalt

Eines Morgens wachst Du auf und blickst in den Spiegel und Du fragst Dich: Bin ich das? Bin ich der Kerl mit den grauen Schläfen und den Falten? Wann ist das denn passiert? Ist mein Leben nun vorbei oder gibts da noch mehr?

Das Buch handelt von einem typischen Mann. Ein Mann, wie er direkt Dein Nachbar sein könnte. Er ist 50 Jahre alt und bemerkt, dass er nicht mehr der jüngste ist. Sein Haus auch nicht – vor allem das Bad – und da die Dusche eh defekt ist, kann er ja Handwerker spielen. Zumindest glaubt er da, denn hinkriegen tut er es nicht. Typisch Mann eben – meint immer alles reparieren zu können, liegt ja in den Genen und dann zwei linke Hände haben und es noch schlimmer machen. Das Bad könnte auf jeden Fall mal saniert werden. Und er selbst könnte sich auch ein wenig sanieren, dann gehts im Job vielleicht auch mal weiter, denn da hat er auch schon Angst zum alten Eisen zu gehören und nicht mehr hip genug zu sein. Sein Sohn ist verliebt und zieht in die erste eigene Wohnung und seine Tochter – mit 16 Jahren mitten in der Pubertät – will ein Jahr nach Amerika gehen. Seine kleine Welt verändert sich und ihm wird Angst und Bange und gibt es nicht zu. Dann trennen sich auch noch sein Schwager und dessen Frau und sein Schwager hat eine Neue und blüht auf. Als sich dann bei ihm selbst auch noch eine alte Schulfreundin meldet und sich hinter dem Rücken seiner Frau mit ihr trifft, ist das innerliche Chaos schon fast komplett. Fehlt nur noch das eigene Überschätzen der sportlichen Fähigkeiten, einem Sprung aus dem Flugzeug und schiefgehende Versuche jünger auszusehen als man ist.

Meine Meinung

Andreas Austilat wagt sich mit diesem Buch an die Achillesferse der Männer – die Midlifecrisis. Witzig und pointiert erschafft er ein Bild eines typischen leicht naiven Mannes, der in die Turbulenzen des mittleren Alters stolpert und dabei fast alles zerstört, was ihm doch so heilig und wichtig ist. Im Buch dreht es sich um Männerfreundschaften, Trennungen, Affairen, das Wegwerfen von einem kompletten Leben, Haarfärben, Jugendwahnsinn, Angst im Job, Paartherapie, in Frage stellen des ganzen Lebens bis hin zur Angst vor Einsamkeit, weil die Kinder flügge werden. Und es geht um echte Liebe und dass diese so eine Midlifecrisis überstehen kann. Es geht ums Besinnen auf wahre Wichtigkeiten und auf das was am Ende zählt. Es geht darum sich nicht verrückt zu machen und anzukommen, auch wenn im Kopf die zweite Pubertät wütet.

Er hat meines Erachtens einen absoluten Stereotypen eines Midlifecrisis geplagten Mannes gezeichnet und dazu alle Eventualitäten und Problematiken genau dieser Zeit innerhalb der Geschichte aufgezeigt.

Die Geschichte lässt sich leicht und entspannt lesen. Sie flutscht einem nur so durch sozusagen. Flüssig geschrieben, unaufgeregt und doch sehr deutlich in ihren Aussagen. Habe ich was auszusetzen? Nur eine Kleinigkeit. Die Story mit der Exschulfreundin baute sich nach und nach auf und war mir persönlich dann zu abrupt zu ende. Da hatte ich mir aufgrund des Aufbaus irgendwie mehr erwartet. Das tut dem Gesamtwerk aber keinen Abbruch. 🙂 Insgesamt ist es eine schöne Veranschaulichung der Lebenslage eines Mannes ab 50. Entweder für den Herrn als Trostpflaster, dass aller Mist auch vorbei geht oder zum Schmunzeln für alle Frauen.

— Zurück —

Hinterlasse eine Antwort

HTML tags und attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.