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Nick & Holly – Das Geheimnis des magischen Bildes – Verena Matzke

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Inhalt

Nicks Familie hat ein Haus geerbt. Leider ist das Haus eher eine alte Bruchbude und weit weg von der Stadt, wo der zehnjährige Nick vorher wohnte. Er fühlt sich nicht wohl, findet keinen Anschluss und den Hund, auf den seine Eltern als Freund für ihn setzten, findet er auch doof. Er kann ihn einfach nicht leiden. Er hätte viel lieber eine Katze. Und dazu quält ihn auch noch die Langeweile, weil seine ganzen Sachen noch in Kisten lagern. In seinem neuen Zimmer hängt ein altmodisches Bild. Er schaut immer wieder darauf und bemerkt, dass sich auf dem Bild Dinge verändern. Irgendwann fasst er das Bild an und merkt, dass er hindurch gehen kann. Hinein in eine ganz andere Welt in der alle fröhlich sind und freundlich und er sofort Freundschaft mit dem rothaarigen Mädchen namens Holly schließt. Die Tiere in dieser Welt können sprechen und sogar sein Hund kann nun dort mit ihm reden.

Alles wäre wunderbar, wenn sich nicht plötzlich das Verhalten der Menschen ihm gegenüber ändern würde. Es sind Dinge passiert, die vor seinem Erscheinen nie passiert sind und die Menschen glauben, dass er Schuld daran trägt. Nun gilt es seine Unschuld zu beweisen!

Meine Meinung

Die Geschichte hat uns sehr gut gefallen. Anfangs dachte ich noch, dass es etwas wiederholend wäre, denn die Eindringlichkeit seiner Langeweile war deutlich. Ihm gefällt das neue alte Haus null und gar nicht. Alles ist doof. Doch dann entdeckt er die Veränderungen im Bild und ab da nimmt die Geschichte durchaus Fahrt auf. Wirklich gut fing das Buch mir ab da zu gefallen an, wo es zu den Graffitisprühereien kommt für die er als Schuldiger verdächtigt wurde. Ab da entwickelt es sich zu einem nette kleinen Mini-Kinderkrimi.

An einer Stelle dachte ich fast, dass es politisch wird, denn er wird als Neuer von der Dorfgemeinschaft vorverurteilt als Schuldiger. Er, der einzige mit „farblosen“ Haaren – alle anderen Menschen dort haben nur knallrote Haare. Könnte man fast als Rassismus betiteln, wie die Menschen dort skeptisch gegen ihn als „Fremden“ sind. Es wurde aber nicht weiter ausgeweitet innerhalb der Geschichte. Allerdings bietet der Abschnitt einen guten Anlass mit Kindern genau darüber zu sprechen.

Die Bebilderung der Buches ist farblos. Nein, das erwähne ich nicht als Manko. Ich erwähne es, weil ich es sogar gut finde. Die Bilder sind nämlich so gestaltet, dass sie als sehr gute Ausmalvorlage dienen können. Man kann somit sein Buch selbst aufhübschen. Ich empfehle allerdings nur Buntstifte für dies Vorhaben.

Kommen wir nun zu den Mankos, denn ja ich habe welche. Mir gefällt die Breite des Textes im Buch nicht. Ich finde es gibt zu wenig Rand an den Innenseiten der Bindung, was das Halten des gebundenen Buches und das Lesen deutlich erschwert. Man muss es stark auseinander drücken, um alles ordentlich lesen zu können. Es stört einfach den Lesefluss.

Mein zweites Manko, was mir unlogisch erscheint ist, dass Nick selbst sagt, dass einige der Mädchen in seiner Schule ganz nett seien, aber mit Mädchen spielen? Nein, das wolle er nicht. Und im Gemälde freundet er sich sofort mit Holly an. Wie passt das zusammen? Mal abgesehen davon, dass „Ich spiele nicht mit Mädchen“ irgendwie out ist. Heutzutage sollte dies Genderdenken doch eher passé sein, oder? Vor allem wenn im Buch Junge und Mädchen richtig gute Freunde werden. Sollte da irgendwo ein Umdenken bei Nick stattgefunden haben, so habe ich es wohl einfach verpasst.

Aber das sind Mini-Mankos. Absolute Minis, über die Ihr als Leser des Buches wegschauen solltet, denn die Geschichte lohnt sich. Sie ist wirklich nett geschrieben, hat echte Spannung und ist ein bissle magisch noch dazu. Könnte der Auftakt für eine Reihe sein, die sich zu lesen lohnt. Mich zumindest würde brennend interessieren, wie es mit Nick und Holly weitergeht.

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