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Blühender Lavendel – Barbara Hagmann

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Inhalt:

Herbert Kull braucht strikte Tagesabläufe und Rituale. Ansonsten hätte er sein Leben nicht im Griff. Daher ist das für ein Muss. Er hat neben seiner Ordnungsliebe auch eine Schwäche für Lavendel. Der Duft erinnert ihn nämlich an seine geliebte Mutter. Simone Allemann ist dagegen ganz anders. Sie arbeitet Tür an Tür mit skurrilen Buchhalter Herbert und hat ihr Leben überhaupt nicht im Griff. Nichts verbindet diese 2 Menschen, die aus vollkommen verschiedenen Welten kommen. Doch dann kommt es zu eine fatalen Begegnung!

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Meine Meinung:

Das Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite finde ich die Idee des Buches interessant, auf der anderen Seite fand ich es unspannend, weil es mir teils zu voraussehbar war.

Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Die Wortwahl, der Aufbau, da habe ich nichts zu beanstanden. Die Story folgte einem roten Faden und baute sich stets mit gleichem Anstieg auf.

Die Figuren waren sehr ausführlich gezeichnet. Herbert Kull ist ein Sonderling, den man mit der Zeit jedoch immer mehr versteht. Simone ist alltäglich reale Person, die es da draußen garantiert auch gibt. Auch wenn sie mir etwas auf die Nerven ging mit ihrem Umfang mit Liebeskummer. Für das dargestellte Alter wirkte sie mir etwas zu teenagerartig im Umgang. Aber andererseits machte genau das sie auch wieder so verdammt realistisch.

Spannung war für mich nur bedingt gegeben. Zuviel zwischenmenschlicher Liebesmist von Liebeskummer über Betrug und unerfüllter Liebe nervte mich eher. Herbert Kull hingegen war trotz anfänglicher Eintönigkeit in seinem dann doch der spannendere Faktor.

Lange fragte ich mich, wie diese zwei Menschen denn nun aufeinander prallen werden. Dies geschieht sehr subtil, fast nebenbei. Eine Zufälligkeit des Lebens, die ihres gleichen sucht.

Jedoch war mir der auslösende Faktor, welcher den Grundstein fürs Finale legte, viel zu plump eingebaut. Das wäre subtiler gegangen. Von da an wusste ich eigentlich schon ziemlich genau, worauf es hinaus läuft. Dank des Spoilers im Epilog war das einfach zu einfach vorherzusehen.

Dennoch fand ich den Roman durchaus interessant und es war für mich mal eine ganz andere Geschichte als ich sonst lese.  Die Figurenzeichnung gefiel mir, der Aufbau war kontinuierlich und das Finale zeigt auf, wie es plötzlich im Leben laufen kann.

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