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Christophers Tod – Anna Hahn

Inhalt:

Annas Schwangerschaft war schwer. Sie hatte ständig Angst, dass ihr Kind zu früh kommen könnte. Als die Wehen einsetzten, rechnete Anna mit einem Kaiserschnitt. Ihr Frauenarzt hatte schließlich schon festgestellt, dass ihr Becken zu eng für eine natürliche Geburt wäre. Doch im Krankenhaus war der Professor anderer Meinung. Er erkannte zu spät, dass der Frauenarzt recht hatte. Und dennoch ließ er sich viel zu viel Zeit für den Not-Kaiserschnitt.

Christopher kam lebend zur Welt, aber sein Gehirn war schwer geschädigt. Nur drei Monate waren ihm auf Erden vergönnt. Sein kleiner Körper konnte den Kampf nicht gewinnen. Für Anna war es schwer die Trauer zu überwinden, den Arzt zur Rechenschaft zu ziehen und um ihre Ehe zu kämpfen.

Meine Meinung:

Anna hat wirklich viel mitmachen müssen. Ihre Ehe war schon in der Schwangerschaft lieblos geworden. Sie hatte ein Muttersöhnchen geheiratet, was sich nicht von Mutti abkapseln konnte. Ihre Schwiegermutter mochte sie nicht und war dadurch ziemlich allein gelassen mit ihren Ängsten und Nöten.

Nachdem ihr Sohn geboren wurde, durchschritt sie die Hölle. Er wäre gesund gewesen, hätte der Professor auf sie gehört und sofort einen Kaiserschnitt gemacht. Dies zu verkraften und den Sohn zu verlieren, fällt schwer. Anna schaffte es und adoptierte später ein Kind aus dem Ausland. Ihre Ehe ging – glücklicherweise – zugrunde. Ihr Ehemann wurde immer liebloser und respektloser zu ihr.

Der Schreibstil ist einfach gehalten. Es ist kein Buch des reinen Wehklagens, sondern der Kraftschöpfung. Es zeigt, dass jeder nur das aufgebürdet bekommt, was er auch zu tragen vermag. Anna hat getragen und ist heute wieder glücklich, mit Christopher im Herzen.

Es ist kein Buch für Mütter mit Neugeborenen oder für Schwangere! Da bitte Finger weg!

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