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Faltenfrei: Ein Mödling-Krimi–Gerlinde Friewald

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Inhalt:

Ausgerechnet in Mödling. Nick Stein, Profiler und Starermittler beim Bundeskriminalamt, hat von Anfang an ein flaues Gefühl im Magen, als er mitten in der Nacht zu einem Tatort in seiner Heimatstadt gerufen wird. Als er die Leiche sieht, trifft ihn fast der Schlag: Susanne Rippel, seine alte Schulkollegin, die er und seine Kumpels immer wegen ihres Übergewichts gehänselt hatten.

Eigentlich müsste er den Fall abgeben, denn die Ermittlungen führen mitten hinein in seine alte, feierfreudige Clique, die mittlerweile zur guten Mödlinger Gesellschaft gehört. Andererseits ist er der beste Mann des BK. Private Gefühle können doch einen Nick Stein nicht ablenken, er ist schließlich promovierter Psychologe mit Dutzenden Zusatzausbildungen. Denkt er.

Aber der charismatische Nick kann den Frauen nach wie vor genauso wenig widerstehen wie sie ihm. Und nur ganz tief im Unterbewusstsein warnt eine leise Stimme, dass er den Lebensstil seiner alten Freunde seinerzeit nicht grundlos aufgegeben hat. Als sich auch noch der Bürgermeister einmischt und ein zweiter Mord geschieht, ist es mit der professionellen Distanz dann endgültig vorbei, denn hinter den bürgerlichen Fassaden lauert das nackte Grauen.

Meine Meinung:

ÜBERTRIEBEN!

Dies Wort passt zu allem in diesem Buch. Jeder ist ach wie lustig und schlagfertig. Und zwar so sehr, dass man es immer nochmal betonen muss, wie die handelnden Figuren sind. Die Gedanken von Nick drehen sich immer wieder darum, wie kollegial, wie toll, wie scheiße, wie lustig, wie erfahren, wie dumm und was weiß ich noch jemand ist. Es nervt,. Erst sind die Leute mit ihren Sätzen “lustig”, dann denkt Nick, dass sie lustig sind… dann sind sie aber auch schnell wieder zum Weggehen langweilig. Der Ermittler denkt nur ans Ficken und wenn nicht denken die Frauen bei ihm ans Ficken. Seine “Beziehungen” sind kurzweilig und nervig. Seine Vergangenheit wird nicht als Problem dargestellt, sein Freundeskreis nur kurz beleuchtet und hat eigentlich null Handlungsstrangwert. Die Geschichte bietet Perversitäten, ist im Großen und Ganzen aber doch sehr platt. Am Ende nimmts’ Fahrt auf, aus nicht wirklich logischem Grund. Man denkt sich nur: HÄ? Wieso denn nun das? Unwichtigkeiten werde zig mal Wiederholt und man bekommt sogar noch eine Gratisschulung in Sachen CSI – auch wenn wir es schon 1000fach im TV sahen….

Zusammengefasst: Die Geschichte ist sehr konstruiert. Die Personen sind oberflächlich und wirken unrealistisch. Vieles nervt einfach.  Insgesamt ist es schlecht geschrieben und langweilig. Die Grundidee der Geschichte war gar nicht so schlecht, okay zugegebenen, aber an der Umsetzung jedoch hat es gehappert.

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