Die wilden Jahre – Susanne Goga
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Rheinland 1919 – Die Geschwister Thora und Hannes Bernrath kommen aus einer wohlhabenden Fabrikantenfamilie aus München-Gladbach und stehen sich sehr nah. Die Zeiten sind von Krieg, Revolution und Besatzung geprägt. Während Thoa in Düsseldorf ein Schauspielstudium beginnt, ist Hannes nach der Rückkehr von der Front orientierungslos. Eigentlich wollte er Architektur studieren, doch in dieser wilden Zeit änderte sich alles.
Eines Tages wird Hannes wegen Mordverdachts verhaftet. Er äußert sich nicht zu dem Vorwurf und schweigt beharrlich. Thora findet im Zimmer ihres Bruders einen Gedichtband von Eichendorff, in dem die Worte Adler und Vulkan markiert wurden. Sie macht sich auf die Suche nach dem Rätsel, das sich dahinter verbirgt, wodurch sie von dem geheimen Leben ihres Bruders erfährt. Thora begreift, dass sie mit allen Mitteln darum kämen muss, ihren Bruder aus dem Gefängnis zu befreien.

Meine Meinung
Mit diesem Buch taucht man ein in die Zeit der 20er Jahre. Die Autorin zeichnet ein wunderbar realistisches Bild und vor dem inneren Auge des Lesers steht eine Zeit auf, die schon lange nicht mehr existiert. Doch das wahre Schmuckstücks dieses Buches sind die Figuren. Nehmen wir nur mal die Protagonistin Thora. Man kann ihr heranreifen und die Findung ihrer eigenen Stärke direkt mitfühlen. Durchweg sympathisch begleitet man sie auf ihren Ermittlungen. Gut, mir war recht flott klar, was das Familiengeheimnis ist, doch das macht das Buch nicht weniger lesenswert.
Mir hat das Buch gefallen und ich konnte sogar Dinge erfahren, die ich aus der damaligen Zeit noch nicht wusste.

