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Doctor Boff Weiberkrankheiten – Norbert Klugmann

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Inhalt:

Halle 1732. Ein Rasender fällt über den allseits beliebten Stadtphysicus Tänzer her und prügelt wie ein Berserker auf ihn ein. Tänzer wird bewusstlos nach Hause getragen und ringt wochenlang mit dem Tod. Der Angreifer, Roderich Hoppe, ist rasch ergriffen und wartet im städtischen Kerker auf seine Strafe. Dass er Tänzer vorwirft, seine Frau falsch behandelt zu haben, wird ihm nichts nützen. Doch wer soll sich nun um die Patientinnen des Stadtphysicus kümmern? Zum Glück weilt der weitgereiste Medicus Albrecht Boff gerade in der Stadt an der Saale und ist bereit, Tänzers Aufgaben eine Weile zu versehen. Rasch gelingt es ihm, die misstrauische Hallenser Damenwelt für sich einzunehmen, von der Hausmagd bis zur Fürstin. Dabei helfen ihm Stine, die altgediente Gehilfin des Stadtphysicus, und Hermine, die wunderschöne Hebamme, die zu jedem nett ist, außer zu Boff. Allerdings sind Boffs Ansichten und Methoden ungewöhnlich. Er nimmt den eigenwilligen jungen Arzt Rohwedder auf, der sich ständig mit Leichen befasst. Und er hat auch keine Scheu, mit den traditionellen Heilern zusammenzuarbeiten. Im Gegensatz zu den Patientinnen beäugen Stadtregierung und Ärzteschaft das Treiben Boffs misstrauisch. Als Tänzer nach Wochen völlig überraschend die Augen aufschlägt und Hoppe kurz darauf aus dem Gefängnis flieht, löst das einen Strudel städtischer Intrigen und Machtkämpfe aus, der Boff und seine Verbündeten zu verschlingen droht.

Über den Autor:

Norbert Klugmann wurde 1951 in Uelzen (Niedersachsen) geboren. Er studierte bis 1979 in Hamburg und arbeitete journalistisch für das ZEITmagazin und verschiedene Programmzeitschriften. Als Buchautor veröffentlicht er seit den achtziger Jahren Kriminalromane, historische Romane, Jugendromane, aber auch eine Biografie über Heinz Erhardt. Von den gemeinsam mit Peter Mathews geschriebenen Krimis wurden »Beule« und »Vorübergehend verstorben« für das Fernsehen verfilmt. Klugmanns Werkliste umfasst 70 Buchveröffentlichungen. Er lebt in Hamburg, ist geschieden und hat eine Tochter

Meine Meinung:

Anfangs war ich vom Schreibstil irritiert doch schnell fand ich mich in der malerischen Geschichte wieder. Norbert Klugmann gelingt es mit Leichtigkeit das Stadt- und Zeitbild von Halle vor des Lesers Auge auferstehen zu lassen. Die Geschichte plätschert dahin ohne langweilig zu werden und nimmt dann an Fahrt auf so dass sie teils richtig spannend wird. Die Geschichte dreht sich um menschliche Situationen und politisches Stadtgehabe. Das Leben in der Zeit wird gut dargestellt so dass man selbst das Gefühl hat mittendrin zu sein. Auch erhält man einen guten Einblick in die damalige medizinische Versorgung. Je länger man liest umso mehr liebt man den Schreibstil und den oft darin enthaltenen Wortwitz. Mehr als einmal musste ich schmunzeln. Das Buch hat mir sehr gefallen und es war eine wahre Freude es zu lesen. Vor allem weil die Figuren sehr ausgereift sind und sie einem wirklich ans Herz wachsen. Ich würde gern mehr aus dem Leben des Doctor Boff und seiner Gefährten lesen.

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