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Wenn die erste Liebe tötet – Barbara Samson

Inhalt:

Barabra hat psychische Probleme und Schwierigkeiten mit den Eltern. Sie träumt von der großen Liebe. Als sie in ein Sanatorium eingewiesen wird, lernt sie Antony kennen. Er ist 28 Jahre und wird ihre erste große Liebe. Sie vergisst sämtliche Vorsicht, gibt sich ihm hin, doch sie weiß nicht, dass er HIV positiv ist. Erst nachdem Antony aus der Klinik geworfen wurde, erfährt sie die Wahrheit. Sie reist ihm wütend und enttäuscht nach, doch er ist wieder in die Drogenszene abgerutscht und verharmlost alles. Barbara ist blind vor Liebe und bleibt mit ihm zusammen. Als ihre Tage ausbleiben, erfährt sie nach einem Schwangerschaftstest zwar nicht, dass sie schwanger ist, aber dafür dass sie selbst nun HIV positiv ist.

Meine Meinung:

Barbara ist naiv, unwissend, labil. Ein perfektes Opfer für jeden Aufreißer. Sie denkt nicht nach, hat einen Knacks, wie man so schön sagt. Immer auf der Suche nach Liebe, kann sie diese nicht der Familie zeigen und klammert sich daher an ihren ersten Freund, bei dem das endlich funktioniert. Egal wie schlecht dieser zu ihr ist. Sie schläft mit ihm, ohne Spaß und vor allem ohne Schutz. Auch nachdem sie von seiner Aids Infizierung weiß, schützt sie sich nicht mit Kondomen. Sie bleibt bei ihm, klammert sich an ihn. Eine Entfernungsbeziehung mit Besuchen, durchwachsen mit Selbstmordversuchen, ein ewiges Spiel mit dem Tod.

Es dauert lange bis Barbara sich fängt und erwachsen wird. Sie krempelt ihr Leben um, es bekommt durch die Infizierung sogar einen Sinn. Sie will anderen Menschen von sich erzählen, berichten wie schnell man sich infizieren kann und so Andere davor beschützen. Sie beginnt darüber zu sprechen und kommt dadurch endlich bei sich selbst an.

Man darf beim Lesen des Buches nicht vergessen, zu welcher Zeit es spielt. Damals ging man nicht einfach an den PC und googelte nach Aids im Web. Es war bei den Jugendlichen zwar bekannt, dass es diese Erkrankung gibt, aber was wie wo und wodurch – Fehlanzeige. Die mediale Verbreitung hatte erst begonnen. Dennoch, es wirkt befremdlich wie unaufgeklärt und wie naiv sie war, doch sie war erst 17 und hatte dazu noch eine Essstörung und weitere Probleme. Daher ist es nachvollziehbar, wie es passieren konnte. Für stabile gefestigte Menschen jedoch schwer zu begreifen. Der Schreibstil ist verklärt, romantisch, ja fast literarisch poetisch. Anfangs befremdlich auf mich wirkend, doch dann las ich mich sehr gut in selbigen hinein.

Das Buch wurde übrigens ein Bestseller in Frankreich und sogar verfilmt. Barbara lebt noch heute in Frankreich.

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