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Im falschen Paradies – Yosef Simsek

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Inhalt:

Yosef Simsek wird in Deutschland geboren, nachdem seine arabisch-türkischstämmigen Eltern Ender der 80er Jahre als Flüchtlinge aus dem Libanonkrieg nach Deutschland gekommen sind und Asyl erhielten.

Yosef wird von seiner Familie misshandelt. Er wächst auf zwischen Erniedrigungen und Gewalt. Sein ältester Bruder und sein Vater schlagen ihn immer wieder auf brutalste Art zusammen. Die psychische Gewalt ist ebenso spürbar. Er sei kein richtiger Mann, sei eine Schwuchtel und ein Weichei. Er kämpft immer wieder mit Depressionen und versucht mit der Gewalt zurecht zu kommen.

Mit 14 Jahren eskaliert die Gewalt, sodass er bei der Polizei Anzeige erstattet. Da die Familie eh wegen Asylbetruges der Abschiebung nah war, war dies vermutlich der letzte Tropfen, der die Abschiebung losgetreten hat.

Herausgerissen aus seiner Heimat Deutschland, getrennt von einigen Familienmitgliedern muss er sich mit seiner Familie in der Türkei einfinden, wo er nicht einmal die Sprache spricht.

Meine Meinung:

Sehr offen beschreibt Yosef seine Lebensgeschichte. Die Gewalt, die er erlebte, ist grausam. Der Umgang mit ihm war für meine Augen unmenschlich. Die Abschiebung ist rechtlich nachvollziehbar, doch für ihn als in Deutschland geborenen absolut grausam. Gerade für die Kinder ist es eine Härte, die nur schwer abzufedern ist. Dennoch schaffte er es, wenn auch mit vielen Schwierigkeiten.

Das Buch ist wirklich sehr offen geschrieben, doch mir gefällt die Sprachart nicht. Ich konnte es flüssig lesen, allerdings war mir vieles vermutlich eines zu fremd. Warum das Schulsystem nicht eingriff, begreife ich nicht. Die Vertrauenslehrerin wusste von den Vorgängen, warum handelte sie nicht? Die Reaktion der Polizisten bei der Anzeige ist auch unerhört. So sollte es nicht sein.

Es fällt mir schwer das Buch zu beurteilen, da es ein schweres menschliches Schicksal ist. Der Autor hat auf jeden Fall meinen Respekt, dass er es niedergeschrieben hat.

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