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Der Junge, der nicht hassen wollte – Shlomo Graber

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Inhalt:

Shlomo wuchs behütet und umsorgt auf. Fernab des damaligen Weltgeschehen verbrachte er im Kreise seiner drei jüngeren Geschwister die Zeit bei seinem Großvater in einem ungarischen Städtchen. Seine fürsorgliche Mutter und sein weiser Großvater prägten ihn.Als er 14 Jahre alt wurde, veränderte sich sein Leben dramatisch. Seine Familie und er wurden von den Nazis deportiert. Dank unbändigem Lebenswillen und unerschütterlichen Glauben an sich selbst, überlebt er die Hölle des KZ. Nächstenliebe und eine Prise Humor halfen ihm zusätzlich diese Zeit zu überstehen. Sein Vater und er wurden als einzige Überlebende der Familie befreit. Shlomo beginnt ein neues Leben. Damit sein Leben nicht von Hass zerfressen wird, tut er etwas kaum vorstellbares: Er verzeiht.

Meine Meinung:

Ich kenne bereits das erste Buch von Shlomo Graber. Wer das erste Buch kennt, wird im zweiten Buch einige Wiederholungen wiederfinden. Vor allem am Anfang wird einiges aus seinem Leben wiederholt. Doch nach dem ersten Drittel befasst er sich vor allem mit der Zeit im KZ. Das, was mir im ersten Buch zu kurz kam, hat er hier intensiver aufgegriffen. Noch immer hält er einiges zurück, einfach weil er nicht zu tief in die Grausamkeiten tauchen will. Doch was er erzählt ist bereits grausam genug, dass man sich ein Bild von dem Leben – darf man es so überhaupt nennen? – machen kann. Jeder der das KZ überlebte, erscheint wie ein Wunder. Es ist unfassbar, was er erlebte. Es ist unfassbar, was alle Menschen dort erlebten. Und umso unfassbarer ist es, dass Shlomo verzeihen konnte. Er ist zu beglückwünschen, dass er dennoch nicht hasst, sondern verzeihen konnte. Definitiv ein lesenswertes Buch. Man erhält einen Einblick in eine Zeit, die sich hoffentlich niemals wiederholt! Möge dies Buch einen Anteil daran haben, dass wir uns daran erinnern, es nie wieder zuzulassen!

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