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Auge um Auge – Ameneh Bahrami

Inhalt:

Ameneh Bahrami wurde 1978 in Theran geboren. Sie hatte eine glückliche Kindheit und Jugend. Doch 2004 übergießt ein zurückgewiesener Verehrer sie mit Schwefelsäure. Sie verliert ihr Augenlicht und ist grausam entstellt. In Barcelona wird ihr soweit es geht versucht zu helfen, doch nur mit geringem Erfolg. Sie ist nah dran zu verzweifeln, doch nimmt sie den Kampf auf. Sie erkämpft sich vor Gericht das Recht dem Attentäter mit Säure zu blenden. Doch wird sie es tun?

Meine Meinung:

Eine harte Geschichte. Eine junge Frau, die ihre Ziele verfolgt und ihr Leben meistert, wird von einem Verehrer gestalkt. Sie weist ihn ab und muss ihr ganzes Leben darunter leiden. Doch nun liegt sein Schicksal in ihrer Hand. Eindrucksvoll berichtet sie von ihrem Leben. Von ihrer Familie, wie sie aufwuchs und ganz langsam schleicht sich der liebestolle Stalker in ihr Leben. Man bekommt ein Gespür dafür, wie die Gesellschaft dort tickt. Nach dem Anschlag spürt man ihren Zwiespalt. Ich mag ihren Schreibstil. Er lässt sich flüssig lesen und man fliegt regelrecht durch das Buch. Sie berichtet auch viel von den Operationen, von dem unterschiedlichen Leben in Barcelona. Von den Enttäuschungen und Hoffnungen. Doch da das Buch nur eine Manuskriptbearbeitung ist, fühlt man sich auch nicht ganz genau in die Gedanken- und Gefühlswelt von Ameneh hinein. Es liest sich in vielen Teilen zu stark nach einer Geschichte. Doch die grundsätzliche Frage, die der Leser sich immer stellen wird: Was ist schlimmer… die Tat oder die Rache…. wurde sehr gut herausgearbeitet. Immer wieder fragt man sich gegen Ende: Was würde ich tun? Ein Buch, was zum Nachdenken anregt.

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